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Der PTA-Blog

Digital Leadership vs. Lean Leadership

Wie sich die Führungsarbeit durch die Digitalisierung verändert

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche bringt für Unternehmen weitreichende Umwälzungen mit sich. Und obwohl es einer großen Zahl an Menschen schon heute schwerfällt, mit der Veränderungsgeschwindigkeit Schritt zu halten, geht es vielen Entscheidern noch immer nicht schnell genug. Wir sehen diese Entwicklung durchaus kritisch, denn nach wie vor bleibt unserer Ansicht nach der Mensch das Zentrum unseres unternehmerischen Tuns. In den kommenden Jahren gilt es, den goldenen Mittelweg zwischen der Veränderungsfähigkeit der Menschen und dem prognostizierten Potenzial der Digitalisierung von 10 bis 30 Prozent Produktivitätsgewinn zu finden. Den Führungskräften einer Organisation kommt hierbei selbstverständlich eine zentrale Rolle zu. Doch was heißt es eigentlich, ein Digital Leader zu sein?

Der Digital Leader

Die reine Begrifflichkeit des Digital Leader lässt bisher ganz unterschiedliche Auslegungen zu. In einigen Unternehmen wird hierunter ausschließlich der CDO – der Chief Digital Officer verstanden. Diese Rolle zeichnet verantwortlich für alle digitalen Belange des Unternehmens und treibt den Digitalisierungsprozess voran. Keine Frage ist es für Unternehmen ab einer gewissen Größe sinnvoll, diese Rolle zu etablieren. Für unser Verständnis ist dies jedoch nicht ausreichend weit gefasst. Führungskräfte auf allen Ebenen stehen vor den Herausforderungen der Digitalisierung, sodass nach unserem Dafürhalten auch Führungskräfte aller Ebenen Elemente der digitalen Führung in ihr Führungsverhalten einbauen müssen.

An dieser Stelle stellt sich die Frage, was genau Digital Leadership ausmacht. Laut der Studie „Digital Leadership – Die Zukunft der Führung in Unternehmen“ dienen Elemente wie Kollaboration in sozialen Medien, Leistungsbewertung durch mobile Systeme und Methoden des agilen Projektmanagements als Indikatoren. Die Autoren der Studie definieren denjenigen als Digital Leader, der sich diesen Indikatoren gegenüber offen zeigt und seinen Einflussbereich mithilfe dieser Werkzeuge agiler macht. Ebenso setzt der Digital Leader auf Vernetzung – nicht nur zwischen Maschinen, sondern gerade auch zwischen Menschen – und lässt seine Mitarbeiter stärker an Unternehmensprozessen teilhaben.


Digital versus Lean Leadership – Vereinbar oder Gegensatz?

Moderne Führungsgrundsätze, die wir in unserer Beratungsarbeit im Zuge von Lean Leadership in die Unternehmen tragen, werden sich nach unserem Verständnis durch Digitalisierung nicht entscheidend verändern. Unter beiden Überschriften finden sich große Überschneidungen. Als Erfolgsfaktoren gelten eine positive Fehler- und Lernkultur, die Ausrichtung am Prozess der Wertschöpfung und die Einbeziehung der Mitarbeiter durch Teilen von Informationen.

Es geht um die Entwicklung weg von einem hierarchischen hin zu einem kooperativen Führungsparadigma, in dem Führung als Dienst am Mitarbeiter verstanden wird. Ebenso spielt in beiden Ansätzen transformationale Führung eine Rolle, unabhängig davon, ob das Unternehmen im Kern ein „Digital Native“ oder ein traditionelles Fertigungsunternehmen ist. Was Führungsgrundsätze anbelangt, wiedersprechen sich beide Ansätze nicht.

Damit stellt Digital Leadership eine Erweiterung der Haltung des Lean Leaders dar. Die grundlegenden Prinzipien bleiben erhalten und gewinnen weiterhin an Bedeutung. Als neue Themenfelder und Herausforderungen kommen Vernetzung von Menschen und Maschinen sowie Nutzung digitaler Werkzeuge z.B. sozialer Medien und agilem Projektmanagement hinzu.


Digitale Führungsarbeit am Mitarbeiter

Was sich in Zukunft durch fortschreitende Digitalisierung jedoch stark verändern wird sind die technischen Möglichkeiten, Führungsarbeit auf digitalem Wege und aus der Entfernung zu verrichten. Doch aus heutiger Sicht sind die Möglichkeiten noch sehr eingeschränkt. Zwar kommen bereits heute soziale Medien, Messengerdienste oder Videotelefonie bei der Führungsarbeit zum Einsatz.

Der wichtige Aspekt des Entwickelns von Mitarbeitern und die Pflege einer guten Beziehung stoßen auf digitalem Weg jedoch schnell an ihre Grenzen. Hier gibt es noch keinen adäquaten Ersatz für den Kontakt zwischen Führungskraft und Mitarbeiter im persönlichen Gespräch. Für die Führungskräfte in der digitalisierten Welt wird es enorm wichtig sein, auf der gesamten Klaviatur der Kommunikationsmöglichkeiten spielen zu können und situativ auf das richtige Medium zurückzugreifen. Ausschließlich auf digitale Kommunikation zu setzen wird – zumindest kurz- und mittelfristig – aus unserer Sicht nicht der richtige Weg sein.


 


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